euro communication
  • Berlin
  • Cologne
  • Francfort
  • Hamburg
  • Heidelberg
  • Londres
  • Spire
  • Stuttgart
  • Zurich
  • Services
  • Qui sommes-nous?
  • En bref
  • Interprètes
  • Brochure d'information
  • Devis
  • Contact
  • Interprètes,
  • Interprètes-conseil,
  • Traducteurs
  • Mentions légales
  • Sitemap
  • Login
  • Deutsch
  • English
  • Español
  • Français

Die bösen falschen Freunde

Das englische Verb "to undertake" bedeutet "etwas durchführen oder unternehmen". Und ein "undertaking" ist eine Unternehmung oder ein Unterfangen. Da könnte man mit einer gewissen Logik davon ausgehen, dass "an undertaker" die entsprechende, ausführende Person dazu ist - so wie man beispielsweise von "to swim" = "schwimmen" ganz einfach darauf schließen kann, dass "a swimmer" ein Schwimmer ist.

Doch hier haben wir es wieder einmal mit der fiesen Falle eines falschen Freundes zu tun, in die man leicht tappt, wenn man kein englischer Muttersprachler ist oder sich nicht intensiv mit der englischen Sprache auseinandersetzt: "An undertaker" bedeutet nämlich keinesfalls "Unternehmer", sondern "Leichenbestatter"!

Sprachhistorisch gesehen war der "undertaker" im Englischen ursprünglich natürlich eine Person, die für andere Menschen (Kunden) Aufträge jeglicher Art ausgeführt hat. Ethymologische Lexika verweisen darauf, dass der Leichenbestatter ursprünglich "funeral undertaker" hieß, sich jedoch gegen Ende des 17. Jahrhunderts aus dieser Langform die noch heute gebräuchliche Kurzform "undertaker" entwickelt hat.

In den USA hat sich übrigens mit der Zeit der synonyme Begriff "mortician" etabliert, der allerdings heutzutage bereits wieder von dem noch neutraleren Ausdruck "funeral director" verdrängt wurde.

Mit einem Zwinkern im Auge zeigt uns dieses Beispiel wieder einmal ganz deutlich: Bei der englischen Sprache, die auf den ersten Blick so einfach zu erlernen und anzuwenden scheint, steckt der Teufel oftmals im Detail (was sich doch tatsächlich wörtlich mit "the devil's in the details" übersetzen lässt).

Retour à "En bref"